Verborgenes Naturwissen

im Naturkundemuseum

Aufbereitung von Wissensstrukturen durch Studierende der Informationswissenschaften.

Ein kooperatives Studien-Projekt des Fachbereichs Informationswissenschaften befasst sich seit dem Sommersemester 2010 mit den Wissensbeständen des Naturkundemuseums. Dabei dreht es sich um die Reorganisation der Museumsbibliothek genauso wie um die Präsentation exemplarischer Wissensobjekte auf einer neuen Website oder die langfristige Sicherung von digitalisierten Quellen.

Für die Studierenden der Bibliotheks- und Archivwissenschaft war und ist es eine beeindruckende Erfahrung, hinter die Kulissen des Naturkundemuseums schauen zu können und sehr praktisch mithelfen zu können, die „Schätze“ einem breiteren, vorzugsweisen jugendlichen Publikum präsenter zu machen. Zunächst werden neue Medien- und Informationstechniken eingesetzt, die eine Valoriserung der Museumsobjekte zu bewirken, sie attraktiver und damit das Thema anziehender zu machen als der Standort und das Haus es den Potsdamer Bürger vermuten lassen. Vermittelt werden soll die damit verbundene Erkenntnis, dass die regionale Natur schon jetzt enormen Veränderungen unterworfen ist, die auf Klimawandel aber auch auf andere durch den Menschen verursachte Probleme zurückzuführen sind. Hinzu kommt, dass weder die Veränderungen noch der aktuelle oder gar der frühere „reine“ Natur- Zustand bekannt sind: hier müssen also die Wissenssammlungen des Museums ‚radikal‘ bewusst gemacht werden, um dringend die Wissens- und Bildungslücken schließen zu helfen.

Es ist ein spannendes informationswissenschaftliches Problem, das komplexe, höchstkarätige Wissen der Potsdamer und Brandenburger Naturforscher dem jugendlichen (vielleicht sogar eher weniger interessierten) Laien „schmackhaft“ zu machen, Neugierde auf mehr zu wecken. Dies funktioniert natürlich zunächst eher in der virtuellen Welt des Web – der Neubau eines „Hauses der Natur“ mit diesem Verständnis des Wissenstransfers ist in der Tat in unmittelbarer Nachbarschaft des Museums angedacht. Wissen braucht vor allem analoge, reale Orte, da es am besten mit physischer Erfahrung transportiert wird.

Das Studienprojekt läuft noch bis Ende des Jahres. Weitere Kooperationen mit dem Naturkundemuseum Potsdam sind geplant.

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